Talitha Kumi

Johanna Kunze arbeitete im Oktober 2009 eine Woche an einer Schule im Westjordanland: Am Schulzentrum TALITHA KUMI in Beit Jala in der Region Bethlehem. Beit Jala ist eine kleine Stadt mit vorwiegend (ca. 60 %) christlichen Bewohnern. Sie gehört mit Beit Sahour und Bethlehem zum „christlichen Dreieck“ um Jerusalem. Die von Israel gebaute Mauer schafft für die palästinensische Bevölkerung eine gefängnisartige Situation. Es besteht die Gefahr, dass es unter solchen Bedingungen immer schwerer wird, friedfertige Gedanken aufkommen zu lassen.

An TALITHA KUMI wird nun versucht, den jungen Menschen mit Hilfe u.a. von Kunst, Kultur und Sport Alternativen anzubieten, um dem bedrückenden Alltag Positives entgegenzusetzen. Die Schule wird vom Berliner Missionswerk direkt unterstützt. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Jordanien und im Heiligen Land gehört zur Minderheit der christlichen Kirchen im Land der Bibel – sie ist Träger von Bildungs- und Sozialeinrichtungen, so auch von drei Schulen, zu denen TALITHA KUMI gehört. Diese Schulen bieten in besonderer Weise ihren Schülern eine Erziehung im Sinne des Friedens, der Verständigung und der Versöhnung. Im Vergleich zu den staatlichen Schulen in Palästina werden hier Jungen und Mädchen gemeinsam unterrichtet.

Johanna Kunze leitete gemeinsam mit zwei weiteren deutschen Lehrkräften an TALITHA KUMI einen Theaterworkshop mit dem Ziel zweier abschließender Aufführungen. Der Kontakt entstand durch die Kirchengemeinde Alt-Garbsen und Ulrich Thiemann. Die Kirchengemeinde steht seit 1994 in Kontakt mit TALITHA KUMI. Die gegenseitigen Besuche waren immer wieder unterbrochen durch die Zeit der Intifada in Palästina. Während dieser Zeit wurde die Schule durch regelmäßige Spenden unterstützt.

Radiobeitrag Radio ffn (Montag 12.10.09)

Mehr Informationen über diese Schule unter www.talithakumi.org