Nicht schon wieder Martin!

Die Frauen der Reformation
Samstag, 11. November 2017 um 19 h

DSC_0130Kennen Sie Argula von Grumbach? Katharina Schütz-Zell? Oder Caritas Pirckheimer? Streitbare Damen, die bei der Reformation vor gut 500 Jahren gerne ein Wörtchen mitreden wollten – aus ganz unterschiedlichen Positionen heraus. Schon zu Luthers Zeiten gab es viele Frauen, die selbstbewusst theologisch mitdiskutierten und nach ihren manchmal gar nicht so begrenzten Möglichkeiten die Reformation verbreiteten – oder nach reiflicher Überlegung zu verhindern suchten. Manche davon kannten und trafen sich, andere standen in regem Briefwechsel miteinander, manche erlebten gänzlich unabhängig voneinander Ähnliches.

Was hätten diese Frauen heute zu berichten?

Da ist zum Beispiel Katharina von Bora, die Ehefrau von Martin Luther, die als erste Pfarrfrau gilt. Wie hat sie den Rummel um ihren Mann erlebt? Hat sie nur gekocht und die Gäste bewirtet? Oder Barbara Cranach, deren Mann nicht nur der berühmteste Maler der damaligen Zeit, sondern auch mit seinen künstlerischen Mitteln Unterstützer der Reformation war? Wie erging es Elisabeth von Calenberg, als sie von den Eskapaden ihres Mannes erfuhr, den sie als Jugendliche heiraten musste? Oder eben jene Caritas Pirckheimer, die sich dafür einsetzte, dass ihr Kloster nicht von der Reformation „aufgesogen“ wurde und die zeitlebens Nonne bleiben wollte?

Neun überaus unterschiedliche Frauen meist damaliger Zeit treffen in einer heutigen Podiumsdiskussion, vielmehr einer Talkshow, aufeinander. Sie dozieren und referieren, rechtfertigen, träumen, witzeln über ihr Leben und durchleben argumentativ stark, hintersinnig und manchmal auch sehr komisch, wie die Reformation auf Frauen wirkte.

Eine Veranstaltung der Johanne-Lücke-Stiftung. Es spielen Tünderns Theaterfrauen
Regie: Johanna Kunze

Am Samstag, 11.11.2017 19 h in der St. Christophorus-Kirche Tündern. Einlass ab 18.30 h; Dauer ca. 70 Min., keine Pause.

EZ 261117